Die art of cider-Edition No. 2 (2009)
Daniel Richter
Für diesen cider wurden Äpfel aus alten Apfelsorten der Elbtalregion vergoren mit Quitte, Heidelbeere, Hagebutte, Schlehe und Waldmeister. Er wurde 15 Monate im Barrique ausgebaut, gefiltert, leicht geschwefelt und kalt abgefüllt. Die Auflage ist auf 400 Flaschen limitiert.
Inhalt: 500 ml, 15% vol. Alc.
Trinktemperatur: 9-11° Celsius
Mark Oliver Everett von den Eels sagte auf die Frage,
mit wem er gerne nochmal zusammenzuspielen würde: „Hhm…
Tom Waits… Bob Dylan… John Lennon… Elvis… Mozart.“
Es muss ein bißchen vom liebenswerten Größenwahn des
Herrn Everett in uns gewesen sein, als wir am 12.02.2008 um
23:22 eine mail folgenden Inhaltes an Daniel Richter schickten:
„Tach Herr Richter, hab da ‘ne Frage und würde vorab gerne ‘ne Flasche schicken. Dafür brauch ich natürlich ‘ne Adresse, wohin. Melde mich dann wieder, wenn die Flasche eingetrudelt ist.
most herzliche Grüße
P.s.: Hamburger Adresse wäre praktisch. Reduziert die Versandkosten.
Die Antwort kam prompt:
„d.richter, (Adresse), gruss d.richter“
Ebenso einfach ging es weiter:
„ich habs getrunken und es hat geschmeckt. von daher also keine einwände. problem ist hier der mangel an zeit für zumindest die nächsten 4 wochen. dann aber gerne.
gruss d.richter
Zeit ist nun glücklicherweise genau das, was man hat,
wenn es um das Reifen eines ciders geht. Nachdem wir durch
ein Gespräch mit ihm herausgefunden hatten, was nach Daniel
Richters Geschmack sein könnte, wanderte das Getränk also
erstmal für 15 Monate ins Barrique.
Daniel Richters erste sponane Antwort auf die Frage nach seinen Geschmacksvorlieben war „Quitte“, unsere
erste Assoziation zu Bildern von ihm war „Wald“. Die ist für
den Waldmeister im Getränk verantwortlich. Alles weitere erledigten die Zeit, das Fass und der cider selbst. Nun, knapp zwei Jahre nach obiger mail, ist das Motiv fertig und der dazugehörigen cider in der Flasche.
Daniel Richter macht wunderbare, vielschichtige Bilder,
die einen irgendwo zwischen Kopf und Beinen treffen. Und immer, wenn man von den Beinen geholt ist, fragt der Kopf, was es eigentlich war. Passt doch hervorragend zu unseren ciders. Man muss sich drauf einlassen. Unterm Tisch lernt man häufig nette Leute kennen. Man kann sich zurücklehnen unterm Tisch und hoffen, dass an der Wand gegenüber ein Gedanke von Daniel Richter hängt. Macht vielleicht Angst. Macht aber nichts. Ist nur die eigene. Ist wie in den Wald gehen und pfeifen. Wir alle wissen, dass da noch mehr ist. Insofern: Wenn Sie schon das Bild an die Wand gehängt haben, machen Sie die Flasche auf. Suchen Sie sich einen guten Freund. Trinken Sie sie mit ihm. Und reden über das Bild. Oder wie Tische von unten aussehen.
Über den Künstler
Daniel Richter
geboren 1962 in Eutin
1991-95 Studium an der Hochschule der Bildenden Künste
bei Prof. Werner Büttner, Hamburg
lebt und arbeitet in Hamburg, Berlin und Wien






