Auf der Suche
nach den Ursprüngen der Menschheit.

Die Geschichte von
Iain Alexander MacLallan.

Steve MacLallan
Into the great white open
Hardcover, 372 Seiten
4-farbige Abbildungen
diverse lebensnotwendige
Kochrezepte
€ 29,00

Die einen lesen Iain Alexander MacLallan als harmlosen Spaßvogel, die anderen als gefährlichen Hochstapler.
Manche betrachten die unüberwindliche Abneigung gegen die Küche seiner schottischen Heimat als krankhaft überzogen, andere freuen sich, dass zu diesem Thema endlich einmal Klartext gesprochen wird. Den einen gilt er als gerissen, seiner Zeit weit voraus oder gar prophetisch – den anderen schlicht als meschugge. Und ja, alle haben sie irgendwie recht.
In bester literarischer Tradition all der Schelme und Antihelden von Simplicius Simplicissimusbis zum braven Soldaten Schwejk begibt sich MacLallan auf eine Reise, die ihn von Paisley über Wien, Paris und die norddeutsche Tiefebene bis nach Westafrika führt.
Es ist die Suche nach den Ursprüngen der Menschheit und dem Fehler in der Evolution, der große Teile dieser merkwürdigen Spezies Mensch so unleidlich macht. Insofern ist es gleichermaßen Reiseroman wie Kochbuch, das durch die Wirren der Vor-68er-Zeit mäandert.
Philosophische Trivialitäten, überflüssige Rezepte und Tipps fürs Leben inklusive.

-> Hier können Sie das Buch bestellen.

Perfekte Lektüre für chronisch Fernwehgeplagte mit einem wohlwollenden Hang zu absurden Wendungen und ebensolchen Fahrzeugen! Beim Lesen des Marokko-Kapitels während meines Marokko-Urlaubs muss man mein Lachen bis ins nächste Dorf gehört haben. Herrlich!

Nicht nur inhaltlich ein Fest für Menschen, denen an geistreicher Literatur gelegen ist. Und ganz nebenbei auch typografisch ein Werk von besonderer Klasse. Wer Ian Alexander MacLallan noch nicht kennt, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Keiner beschreibt die Stationen eines bewegten Lebens besser als er. Unterhaltsam, erkenntnisreich, humorvoll und vieles mehr.

Schön, sich von dem unaufgeregten und zuweilen lakonischen Erzählton immer weiter tragen zu lassen und mit Vergnügen zu betrachten, wie Unsinn mit Tiefsinn verknüpft wird, sich an lässig eingestreuter bissiger Ironie und kleinen Bosheiten zu ergötzen, und neben Anekdoten aus der Historie besonders etwas vom Spirit der Vor-68er Zeit vermittelt zu bekommen. Wie das auf jüngeres Publikum wirken könnte, kann ich nicht einschätzen, aber wir „Alten“ haben natürlich viel Freude daran.

Wenn ein Ex-S&J-Kollege ein Buch schreibt, sollte man es lesen.
‚INTO THE GREAT WHITE OPEN‘ war meine Urlaubslektüre. Sehr unterhaltsam, mit Anklängen an ‚Forrest Gump‘, ‚An den Gestaden des Mittelmeeres‘ und ‚Reise durch die Galaxis‘. Auf jeden Fall ist man nachher schlauer, viele gute Gedanken und Geschichten.
Eine meiner vielen Lieblingspassagen: „Auch die Saurier hatten sich nach dem Motto ‚Saurier first‘ schon einmal für die Krone der Schöpfung gehalten. Sie mussten sich eines Besseren belehren lassen. Heutzutage musste man tief graben, um noch Reste ihrer einstigen vermeintlichen Überlegenheit zu finden.“
Well said, Steve MacLallan!

Ja, es ist schon eine überaus erstaunliche Geschichte.
Ich habe meine Lese-Reise durch dieses Buch als sehr spannend, beeindruckend, unterhaltsam und HERAUSFORDERND erlebt. Das ist nicht mal eben runter- oder dahergelesen! Ich musste tief in und zwischen die Zeilen eintauchen, um ja nichts zu verpassen, was Herrn MacLallan alles so widerfährt. Die Sätze vom anderen, „autor“isierten Herrn MacLallan sind ein Labyrinth aus sprachlich-grammatikalischen Hecken, über die man nicht drüberschauen kann (was ja Sinn und Zweck eines Labyrinthes ist). Schön und motivierend für das Weitergehen oder eher Weiterlesen ist die Sicherheit, dass immer, wenn man um eine Textecke biegt, in einer der Heckennischen Heiterkeit und allerlei andere belebende oder kulinarische Elemente den Lese-Reisenden erwarten.
So ist unabwendbar, dieses Buch weiter und weiter umzublättern, bei den Buch-Malereien innezuhalten und deren Wort-Verschlüsselung zu enträtseln, oder bei den Rezepten in die Küche zu eilen und festzustellen, dass man von den benötigten 42 Zutaten nur Salz und Pfeffer vorrätig hat.
Und wenn das letzte Blatt gewendet ist, die letzte adjektivistisch-adverbiale Nomen-Klatur verarbeitet ist, wird man feststellen, dass das Leben schön ist! (White-sagung des Autors). Und sich auf Spotify John Lennon anhören!
Der Titel des Buches hatte mich zu Tom Petty geführt, und letztendlich „INTO THE GREAT WHITE WIDE OPEN“.
Dieses Buch sollte in keinem Bücherregal fehlen! (Standardsatz des Deutschen Buchhandels) Aber ehrlich gemeint!

„Dieses Buch ernsthaft zu lesen, ist keine leichte Aufgabe. Da sind einmal das zeitliche Durcheinander und andererseits gewisse Längen, besonders in N’Kulo N’Basso, mit denen man leben muss. Auf der Habenseite gibt es Erwachsenenbildung, magische Phantasie und herrlich überzeichnete Protagonisten.

Wenn man es schafft, dem Autor bei seiner tlw. scharfen Gesellschaftskritik zu folgen und selbst einen gewissen Sarkasmus schätzt, dann ist die Lektüre dieses Buches letztendlich doch ein Vergnügen.“

Eben bin ich am Ende Deines Buches angelangt, das ich mittlerweile wahrscheinlich zwei- oder dreimal gelesen habe. Es dauerte nämlich eine Weile, bis ich merkte: Mit mir ist alles in Ordnung, das Buch verlangt einfach eine andere Aufmerksamkeit als die üblichen anderthalb Seiten nach dem beschwerlichen Tagwerk und vor dem Einschlafen.

Mit dieser Erkenntnis wurde es dann ein vergnüglicher Ritt durch dieses wilde Pfund an historischen Abhandlungen, Schelmereien, Zeitsprüngen, Ländern, Kochrezepten und beständig neu hinzukommendem Personal mit eigenen und weiteren Lebensgeschichten. Ich mochte fast alle Wortspielereien, ich mochte sehr die durchschimmernden philosophischen Ansätze und die vergnüglich-klugen Gedanken, die überall zu finden sind. Beschweren dürften sich insgesamt eigentlich nur die Griechen über die Darstellung ihrer Esskultur an gleich zwei Stellen im Buch – und das zu Recht! 🙂