Die art of cider-Edition No. 1 (2006)
Jay Ryan
Für diesen cider wurden Äpfel aus alten Apfelsorten der Elbtalregion vergoren mit Vanille, rotem Pfeffer und Quitte, verschnitten mit Roten und Schwarzen Johannisbeeren und aromatisiert mit Lavendelblüten. Er wurde 15 Monate im Barrique ausgebaut, gefiltert, leicht eschwefelt und kalt abgefüllt.
11% vol. Alc., Gute Lagerfähigkeit
Trinktemperatur: 9-11° Celsius
Auflage: 400
Jay Ryan machte in der art of cider-Reihe den Anfang.
In seinem Fall ist der cider hoffentlich genauso liebenswert hintergründig geworden wie der Künstler undseine Werke selbst. Wer hätte gedacht, dass sich Apfel mit Vanille und Chilies verträgt? Insofern ist Jay mit seinen vielfältigen Interessen und überraschenden Vorlieben der ideale Partner für die erste Edition gewesen, denn er öffnet einem ein wenig die Augen, wohin dieses Projekt geschmacklich noch führen kann.
Für uns ist das Schöne daran die Tatsache, dass wir neben der Kommunikation mit dem Künstler während der Entstehung des Motivs (die bei Jay übrigens immer wieder sehr erheiternd war) und während des Reifeprozesses des Getränkes (bei dieser Edition über 15 Monate) immer mal wieder eine Fassprobe durchführen müssen. Schließlich will man ja wissen, wie es sich entwickelt, und ob es im Geschmack zu der entstehenden Serigrafie passt. Nach der letzten gemeinsamen Fassprobe können wir sagen: Ja, es entspricht geschmacklich der Kunst von Jay Ryan. In den tiefen Tönen geerdet, eine schöne Balance von Süße und Säure mit überraschenden Noten, die man zunächst nicht einzuordnen weiß (das ist die Vanille) und einem dezent scharfen Abgang, in dem man den Lavendel erahnen kann. Beim Trinken stellt sich übrigens derselbe Effekt ein wie bei der Betrachtung von Jays Bildern. Es stimmt einen heiter und zufrieden. Ein kleines Geheimnis sei noch verraten: Die Tatsache, dass Jay’s Frau Lavendel in jeder Form liebt, erfuhren wir erst, nachdem er schon im cider war. Was beweist, dass hier etwas ganz intuitiv wirklich zusammengewachsen ist.
Über den Künstler
Jay Ryan (geboren 1972) arbeitet in Chicago als Illustrator und Eigentümer von The Bird Machine. Er ist einer der führenden Vertreter der „independent handcrafted art“, entwirft und druckt Poster und Album-cover für Bands aus Amerika und Europa und spielt Bass in seiner eigenen Band Dianogah. Er lebt zusammen mit Diana Sudyka, seiner Frau, ihrer Tochter und ihrem gemeinsamen Freund, dem Greyhound Seth. Schauen Sie also ruhig mal bei ihm rein, es lohnt sich: www.thebirdmachine.com.






